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„Fingerfood statt Double-Whopper“ | Unser Besuch auf dem Online-Marketing-Tag 2017

400 Gäste, 32 Grad, 6 Vorträge, 4 Stunden rund um Online-Marketing

Online-Marketing ist eine Thematik, die jede Minute Neuerungen mit sich bringt. Um Sie bestens beraten und informieren zu können, wollen wir von ixplotion immer auf dem aktuellsten Stand zu sein. Da kam uns der Online-Marketing-Tag 2017 wie gerufen! Bereits das 13. Mal wird dieser von der BIEG in Zusammenarbeit mit der IHK Frankfurt organisiert und durchgeführt.


Content ist überflüssig – es lebe der Nutzen!

Content is King! – Diesen Ausruf kennen sicher auch Sie. Doch was bringt uns der beste Content, wenn der User aus ihm keinen Nutzen für sich sieht? Richtig! Absolut gar nichts. Und genau das hat die erfahrene Kommunikationsberaterin Dr. Kerstin Hoffmann zum Einstieg Ihres Vortrages sehr deutlich vermittelt.

Ich musste sehr schmunzeln, als sie folgenden Satz sagte:“Google´n ist wie trinken aus einem Feuerwehr C-Rohr – man ist hinterher klatschnass und trotzdem noch durstig.“ Wo sie Recht hat… Denn in heutigen Zeiten werden wir – gerade durch Google – mit Massen an Content überschüttet und sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr! Content muss wesentlich gezielter einsetzt und vor allem auf die Interessen des Kunden oder Users gerichtet erarbeitet werden.

Eine weitere wichtige Botschaft von Frau Dr. Hoffmann an das gespannt lauschende Publikum war: Machen Sie jeden einzelnen Mitarbeiter und die Kunden zum Markenbotschafter!  Denn das sind die Menschen, die über Ihr Unternehmen sprechen und die Vertrauen gegenüber anderen ausstrahlen.


Johst Klems
Johst Klems beim Online-Marketing-Tag 2017

Geld für Beziehung vs. Geld für bessere Beziehung

Johst Klems, Geschäftsführer der Social Media Agentur earnesto, griff den Aspekt der Markenbotschafter direkt auf und hielt einen lebhaften Kurzvortrag über Influencer Relations. Influencer – was bitte …? Influencer sind Meinungsbildner, Beeinflusser, Menschen, die es aufgrund ihrer Präsenz im Internet schaffen, ihre Follower in ihrer Kaufentscheidung zu beeinflussen. Ein sehr interessantes Thema im Online-Marekting, was mehr und mehr an Aktualität gewinnt. Es sind nun mal nicht die Marken, die uns von einem Produkt überzeugen- es sind die Menschen, die hinter der Marke oder für das Produkt stehen. Influencer sind die neuen Testimonials!

Was ist das Geheimnis einer guten Influencer Relation? Das liegt im Unterschied zwischen Geschäftsbeziehung und Vertrauensbeziehung. Diesen stellt Klems sehr einprägsam dar, indem er die Begrifflichkeiten wie folgt definiert:

Geschäftsbeziehung = Geld für Botschaft  |  Vertrauensbeziehung = Geld für bessere Botschaft

Ähnlich wie Frau Dr. Hoffmann motiviert auch Klems, dass jeder von uns ein Influencer für sein Unternehmen sein sollte. Nutzen Sie diese enormen Möglichkeiten der Reichweiten-Generierung. „Ich will jetzt nicht auf Motivationscoach machen und Ihnen sagen: CHACKA – AUF! MACHEN SIE DAS! Aber hey CHACKA – AUF! MACHEN SIE DAS!“ Cooler Spruch von Johst.


Der Text muss klingen!

Dieser Satz ist mir wohl am deutlichsten aus dem Part von Textcoach Dr. Doris Märtin hängen geblieben. Sie stellte uns Ihre sechs Grundregeln für erfolgreich formulierten Content vor. Zunächst der Tipp! Geben Sie den Content häppchenweise an Ihre Kunden weiter, nicht die geballte Textmasse auf einen Schlag. Lieber „Fingerfood statt Double Whopper“ – wie es Dr. Märtin so schön formulierte.

Was mich überraschte – sogar die Anzahl an Wortsilben kann entscheidend sein. Lieber 6 statt 11 Silben wie in dem Beispiel:

11 Silben: Steigere deinen Schokoladenkonsum!

6 Silben: Iss mehr Schokolade!

Zudem liegt das Geheimnis nicht darin, Texte mit möglichst kurzen Sätzen zu formulieren, sondern die durchschnittliche Satzlänge im Auge zu behalten.


Neuromarketing, Conversion-Optimierung und Customer Journey

In den drei weiteren interessanten Beiträgen referierten Sonja Schiller (Neuromarketing), Jörg Dennis Krüger von ConversionBoosting (Conversion-Optimierung) und Dirk Engel (Customer Journey).

Unser Fazit dieser drei Vorträge:

  1. Jeder Prozess sollte aus der Kundenbrille betrachtet werden. Eine Customer Journey ist eine Odysee und keine Kaffefahrt!
  2. Das Gehirn geht u.a. nach Farben, Formen, Kontrasten und Bildern einkaufen. 
  3. Es gibt kein Multitasking sondern nur die Fähigkeit – vor allem von Frauen – zwischen verschiedenen Aufgaben schnell hin und her switchen zu können.
  4. Conversion-Optimierung ist kein Mobile Development!